Cinema for Future: Filme ab Klassestufe 7

Filme ab Klassestufe 7

Kino (Foto: Lukas Gojda/fotolia) - Fotolia

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Filme ab Klassestufe 7

Made in Bangladesh

  • Spielfilm von Rubaiyat Hossain, Bangladesh, Frankreich, Dänemark, Portugal 2019, FSK 12
  • Themen: Nachhaltige Mode, Geschlechtergerechtigkeit, menschenwürdige Arbeit

Der Film erzählt die Geschichte der jungen Bengalin Shimu, die in einer Nähfabrik in Dhaka arbeitet. Hungerlöhne, unbezahlte Überstunden, Diskriminierung und mangelnd Sicherheitsstandards prägen ihren Alltag. Als eine Kollegin bei einem Brand in der Nähfabrik ums Leben kommt, lehnt sich Shimu auf und gründet mit Unterstützung einer NGO-Mitarbeiterin eine Gewerkschaft. Mit diesem Spielfilm erinnert die Regisseurin an das bislang größte Unglück in der Geschichte der Textilindustrie, als die Nähfabrik Rana Paza 2013 in Dhaka einstürzte und über 1000 Menschen starben.

Welcome to Sodom - Dein Smartphone ist schon hier 

  • Dokumentarfilm von Christoph McQuarrie, Österreich 2018, 96 Min. FSK 12
  • Themen: Gesundheit und Wohlergehen, globale Ungleichheit, nachhaltige Produktion

Sodom ist der Name einer riesigen Elektromülldeponie in Ghanas Hauptstadt Accra. Dort und direkt darauf leben und arbeiten ihre Bewohner. Sie wühlen in den Resten unserer westlichen Konsumgüter nach Brauch- bzw. Verwertbarem. Im Film schildern sie ihren Alltag und die Bedeutung, die dieser lebensfeindliche Ort für sie hat. „Welcome to Sodom“ zeigt eine Hölle, die für jene, die in und von ihr leben, auch als Ort der Chancen wahrgenommen wird.

Capernaum

  • Spielfilm von Nadine Labaki, Libanon 2018, 120 Min., FSK 12
  • Themen: Armut, Hunger, Fluchtursachen, Frieden

Zain ist zwölf Jahre alt, zumindest wird er auf dieses Alter geschätzt. Der Junge hat keine Papiere und die Familie weiß auch nicht mehr genau, wann er geboren wurde. Nun steht er vor Gericht und verklagt seine Eltern, weil sie ihn auf die Welt gebracht haben, obwohl sie sich nicht um ihn kümmern können. Dem Richter schildert er seine bewegende Geschichte: Was passierte, nachdem seine 11-jährige Schwester in eine Ehe gezwungen wurde, er von zu Hause weggelaufen ist und bei einer jungen Mutter aus Äthiopien Unterschlupf fand. Und wie es dazu kam, dass er sich mit ihrem Baby mittellos und allein durch die Slums von Beirut kämpfen musste. Ein Kind klagt seine Eltern an und mit ihnen eine ganze Gesellschaft, die solche Geschichten zulässt.

Sorry, we missed you

  • Spielfilm von Ken Loach, Großbritannien 2019, 101 Min., FSK 12
  • Themen: prekäre Lebensverhältnisse, Wirtschaftswachstum und menschenwürdige Arbeit

Ricky Turner, seine Frau Abbie und ihre beiden Kinder sind eine starke Familie. Die Eltern kämpfen jeden Tag, um endlich aus ihren Schulden, die sie der Finanzkrise 2008 verdanken, herauszukommen. Als Ricky einen neuen Job als Paketbote bekommt, hofft er endlich auf die große Chance. Doch die Bedingungen als selbstständiger Fahrer im Franchiseverfahren sind gnadenlos.

Sechs Tage die Woche und 14 Stunden pro Tag ist Ricky unterwegs und das Geld stimmt nur, wenn alles reibungslos klappt, was es natürlich nicht tut. Auch Abbies Nerven liegen bald blank, denn ohne Auto ist sie als Altenpflegerin noch länger für die Arbeit unterwegs als sonst. Ihr Familienleben wird auf eine harte Probe gestellt. 

Tomorrow – Die Welt ist voller Lösungen

  • Dokumentarfilm von Mélanie Laurent und Cyril Dion, Frankreich 2016, 120 Min., FSK 0
  • Themen: Maßnahmen zum Klimaschutz, Partnerschaften zum  Erreichen der Ziele

Die Schauspielerin Mélanie Laurent und der französische Aktivist Cyril Dion reisen durch 10 verschiedene Länder, um Projekte und Initiativen zur Weltverbesserung zu finden. In spannenden Interviews sprechen sie mit Experten über die Themen Nachhaltigkeit, Demokratie und Wirtschaft. Die Doku zeigt Lösungen, um einen ökologischen Kollaps zu vermeiden. Sie  gewann den französischen Filmpreis César als bester Dokumentarfilm.

Hinweise

Terminvereinbarung über filmhaus@saarbruecken.de oder +49 681 905-4803.

Weitere Filme verfügbar. Zu einigen Filmen gibt es Begleitmaterial für den Unterricht auf www.visionkino.de

Ticketpreis: 4,50 Euro, Lehrkräfte haben freien Eintritt